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Modellprojekt Jahrgangsgemischte Anfängerklasse 2/1 im Schuljahr 2000/2001: Erfahrungsbericht

Zusammen mit vier weiteren Grundschulen in Niederbayern nahm unsere Schule teil an der bayernweiten Erprobung "Jahrgangsgemischte Anfängerklasse". Dies waren 13 Schüler der 1. Jahrgangsstufe und 5 Schüler der 2. Jahrgangsstufe. Daneben wurde die 2. Jahrgangsstufe regulär mit 23 Schülern weitergeführt.

Wir machen einen Obstsalat Unsere Ziele

Ziel der Erprobung war, wie Schüler verschiedener Jahrgangsstufen einander helfen und ergänzen, voneinander lernen, welchen Einfluss diese Organisationsform auf schwächere, welchen Einfluss sie auf begabte Schüler hat. Vorrangiges Ziel war: Die in der 2/1 eingegliederten Schüler der 2. Klasse  dürfen keinen Nachteil im Lernfortschritt erleiden.

Unsere Erfahrungen

Klassenleiterin Katharina Tremmel: "Wir machten gute Erfahrungen. Die älteren Schüler halfen den jüngeren, nahmen Rücksicht auf sie, erklärten ihnen schwierige Dinge, wiederholten selbst die Lerninhalte,  vertieften sie so zum eigenen Nutzen und waren für die Jüngeren richtige Vorbilder. Die jüngeren Schüler ließen sich von ihnen viel sagen, nahmen auch Kritik an, fragten nach, baten um Hilfe, praktizierten Teamarbeit. " Schwerpunktmäßig war auch Förderlehrer Alois Willmerdinger in der 2/1 eingesetzt, musste allerdings immer öfter in anderen Klassen einspringen, damit kein Unterricht ausfiel.

500 DM für die Aktion "Ein Licht im Advent"
Vorgespräche mit dem Staatl. Schulamt Regen und der Regierung von Niederbayern verliefen sehr positiv und gaben uns grünes Licht. Voraussetzung waren Einverständnis und aktive Mitarbeit der Eltern.Elterabend Kombiklasse  

Die Vorgeschichte:

Am 5. Juni 2000 informierten wir die Eltern der jetzigen Zweitklässler, am 8. Juni 2000 die Eltern der Schulanfänger. Seit September 2000 hielten wir jeden Monat einen Elternabend und tauschten unsere Erfahrungen aus. Fazit: Die Eltern machten genau so begeistert mit wie ihre Kinder.

Wie geht's weiter im Schuljahr 2001/2002?

Vorerst wollen wir den Modellversuch aussetzen. Auch die Eltern teilen diese Meinung.

  • Die derzeitige Schülerzahl beträgt 15, so dass kein Zwang zur Zusammenlegung besteht
  • Die Belastung der Klassenlehrerin war im 2. Halbjahr sehr hoch: Zwei Klassen = doppelte Arbeit
  • Eine ständige zweite Kraft wäre nötig, um optimal arbeiten zu können
  • Auch die Klasse selbst braucht ein Jahr des ruhigen Lernens

Beim abschließenden Elternabend am Montag, 23. Juli 2001 tauschten wir unsere Erfahrungen aus. Den Eltern galt ein herzlicher Dank für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

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